Karriereplan Sozial- und Berufspädagoge

Die Ausbildung zum Sozial- und Berufspädagogen bietet einen idealen Einstieg in die Arbeit mit Menschen in der Berufsorientierung und Beratung bzw. ebenso in der Begleitung von Menschen in den verschiedenen Bereichen ihres Lebens.
Primäres Ziel dieser Ausbildung zum Sozial- und Berufspädagogen in Graz ist der Erwerb eines fundierten, breitgefächerten Wissens im sozial- und berufspädagogischen Arbeitsfeld, das zur Arbeit im Profit- und Non-Profit-Bereich befähigt.

Diese Ausbildung gliedert sich in einen Theorieblock, der mit vielen praktischen Techniken und Übungen ergänzt wird und in einen Praxisbock. Das Praktikum im Ausmaß von 120 Stunden ist in der Folge in einer komplementären Organisation zu absolvieren und bietet hier schon die erste Möglichkeit die Türe in dieser Sparte zu öffnen.

Zusätzlich zu den angegeben Modulen werden im Zuge der Berufsausbildung Sozial- und Berufspädagoge 30 Stunden im Bereich der Selbsterfahrung integriert. Diese Termine werden am ersten Lehrgangswochenende mit dem Lehrgangsleiter besprochen und fixiert.
Weiters beinhaltet diese Ausbildung auch noch 30 Stunden Peergroup. Die Terminvereinbarung erfolgt auch hier innerhalb der Ausbildung.

Die Diplom Ausbildung Sozial- und Berufspädagoge der DRUMBL Akademie in Graz ist am regionalen Arbeitsmarkt (und auch in den anderen Bundesländern) sehr bekannt und gefragt und steht auf der Liste der anerkannten Berufe beim AMS und im Rahmen von EU- Projekten. Ein weiteres Qualitätskriterium ist die Akkreditierung des Ausbildungslehrganges zum Sozial- und Berufspädagogen der DRUMBL Akademie durch die Weiter-Bildungs-Akademie Österreich.

Die Lehrgänge und Berufsausbildungen der DRUMBL Akademie werden kontinuierlich evaluiert um den Anforderung am Arbeitsmarkt gerecht zu werden, bzw. sogar einen Schritt voraus zu sein.

Lehrgangsgliederung Sozial- und Berufspädagoge

Die Ausbildung zum Sozial- und Berufspädagogen umfasst zahlreiche praxisnahe Module:

Das Arbeitsfeld von Sozial- und Berufspädagogen

Tätigkeitsfelder, aktive Arbeitsmarktpolitik, sozialpädagogische Kursbegleitung, allgemeine Erwachsenenbildung, (Sozial-) Management, Beratung besonderer Zielgruppen, berufliche Rehabilitation, Konzipierung und Durchführung von EU-Projekten, Leistungspotenzial, Kompetenzen, Verantwortungsbereiche, Träger, Fördergeber, die Gesellschaft im Wandel, Veränderungen im Bildungswesen, Veränderungen in der Wirtschafts- Arbeits- und Berufswelt, Profit- und Non-Profit- Organisationen, Institutions- Memory, Erstellung eines Berufsbildes, psychologische Testverfahren, Testdefinition und Kriterien.

Arbeitsmarktpolitisches Grundwissen

AMS – Arbeitsmarktservice, Aufbau AMS, Aufgaben, Führung des AMS, Zielsteuerung, Leistungen, Organisation der Geschäftsstellen, Fördergeber, „Klassische“ arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, Veränderung in der Wirtschafts- Arbeits- und Berufswelt, Veränderungen im Bildungswesen, Veränderungen in gesellschaftlicher Werthaltung und Lebensmuster, Arbeitslosengeld, Notstandsgeld, Überbrückungshilfen, Weiterbildungsgeld, Pensionsvorschüsse, Übergangsgeld, Familienhospizkarenz, Krankenversicherung, Bezugsbestätigung und Vormerkbestätigung, maßgebende Werte aus der Arbeitslosenversicherung, Förderungen, Beihilfen Deckung des Lebensunterhalts, Kurs- und Kursnebenkosten, Kinderbetreuungsbeihilfe, uvm.

Projektmanagement

Projektmanagement: Die Grundidee, was definiert ein Projekt?, Überblick über Projektverlauf, Vorprojektphase, Projekteffektivität, die Rollenverteilung im Projektteam, die Rollen in einem Projekt, der Projektleiter als Teamentwickler, Phasen der Teamentwicklung – Forming, Storming, Norming, Performing, Projektausstiegsphase, der Projektcontroller – die Überwachungsinstanz, der Initiator, der erfolgreiche Projektstart, der Projektauftrag, Erstellung eines Projektauftrags, Projektziel, das magische Dreieck, Kreatechniken zur Zielsuche, Osborn-Liste, Umkehrungstechnik, das Projektumfeld, Projektumfeldanalyse, Claimmanagement, Risiken und Chancen im Projekt, strukturieren und planen von Projekten, Brainstorming, Ablaufplanung, Projektcontrolling, uvm.

Moderation und Präsentation

Voraussetzungen, Selbstsicherheit vor der Gruppe, Körpersprache, Gestik, Mimik, Haltung, Positionen, Stimme als Körpersprache, Zielsetzung und Vorbereitung für Präsentationen, Vorbereitungsfragen, Grundlagen zum Aufbau von Präsentationen, Zeitplanung, interaktive Methoden für Präsentationen, Stichworte für einen Diskussionsbeitrag, Grundlagen der Besprechungsmoderation, Ergebnisse dokumentieren, Moderation in Workshops, Diskussionen, Entscheidungen, Vorstellung, Anmoderation und Einleitung, Umgang mit kritischen Situationen, Wirkung und Einsatz von Medien, Brainstorming mit Mind Mapping uvm.

Gruppendynamik

Kommunikationsregeln , Entwicklung von Gruppen, Störende Verhaltensweisen einzelner TeilnehmerInnen, Das Umgehen mit Konflikten in Gruppen, Normen in einer Gruppe, Rollenbeobachtung, Phasen eines Gruppenprozesses, Beurteilungskriterien, Johari Window, Soziogramm, soziodynamische Rangstruktur nach R. Schindler, uvm.

Professionelle Beratung

Verhaltensregeln, Feedback, aktives Zuhören, Fragetechniken, Körpersprache, Ich- Botschaften, Aufgaben der Gruppenleiter, verbale und nonverbale Kommunikation, Feedback- Regeln, Einzelberatung/ Gruppenberatung (Vorteile, Nachteile), Teamentwicklung, Teamleitung, Themenzentrierte Interaktion, Methoden und Techniken in der Beratung, Gruppenarbeiten, Phasen und Prozesse des Beratungsvorganges, Kontaktaufnahme, Problemerfassung, Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten, Entscheiden, Planen der Durchführung, Durchführung, Sicherung des Beratungserfolges.

Trainingsanalyse

Arbeitsauftrag – Aufgabenstellung, Trainingskonzepte, Präsentation des Konzepts, Arten, Aufbau und Methoden des Trainings, Rhetorik und Präsentationstechnik, Gruppendynamik und Moderation, Körpersprache und Kommunikation, Reflexion, Zielvereinbarung, Trainingsdesigns, Trainingsorganisation und Trainingsdurchführung.

Mediation

Gesprächsführung, Zuhörtechniken, Paraphrasieren und Verbalisieren, Fragetechniken, Antworttechniken, Fragende Gesprächstechniken, Meta-Modell der Sprache, Verzerrung, Generalisierung, Tilgungen, Ablauf einer Mediation, Grundannahmen des Mediationskonzepts, Methodik, Konfiktfelder, uvm.

Mentaltraining

Prinzip von Ursache und Wirkung, Kraft der Gedanken, Transaktionsanalyse, Glaubenssätze, praktische Tipps, Erfolgsdenken, Entspannungstechniken, Autosuggestionen, Suggestionen, Affirmationen, Selbstmanagement.

Lernen lehren und Lehren lernen – Lernpsychologie

Biologische und psychologische Grundlagen des Lernens, Gestaltpädagogik, Wahrnehmung, didaktischen Methoden, Didaktische Prinzipien der Gestaltungspädagogik, Die Phasen des (Lehr)Lernprozesses, Lerntypen, Methodik/ Kreativität der Lern/Unterrichtsgestaltung, Gruppenübungen, Einstellung und Wertschätzung, Reflexion (Pädagogik).

Kommunikation

Selbst- und Fremdbild – Wie wirkt Kommunikation, Johari-Fenster, Feedback, Kommunikations- und Interaktionsmuster, Verbale und nonverbale Kommunikation, Ich-Botschaften, Eisbergmodell, Konflikttheorie, Konfliktmuster und Konflikttypen, Konfliktphasen, Dynamik, Gesprächsführung, Zuhörtechniken, Fragetechniken, Antworttechniken.

Psychische Störungen

Kommunikation und Psyche, Psychische Erkrankungen, Psychische Gesundheit, Determinanten für psychische Gesundheit, Krise, Suizidalität, Merkmale/Definition von Krisensituationen, Arten von Krisen, Risikogruppen betreffend Suizidalität, Suizid –Kennzeichen, Warnsignale, Allgemeines, Umgang mit suizidalen Menschen, Depression und depressive Verstimmung, Diagnosebeschreibungen, Depressionsverlauf/-arten, Hinweise für Angehörige, Burnout, Stressforschung und Burnout, Distress und Eustress, Suchterkrankungen und Suchtprävention, Suchthilfestellen, 4-Säulen Modell, Das Modell „Suchtviereck“, Essstörungen, Alkoholismus, Spielsucht, Typologien.

Moderation und Präsentation

Gekonnt Präsentieren, Selbstsicherheit vor der Gruppe, Körpersprache, Zielsetzung und Vorbereitung für Präsentationen, Zielsetzung, Grundlagen zum Aufbau von Präsentationen, Zeitplanung, Grundlage für längere Präsentationen, interaktive Methoden, Zeitmanagement, Einsatz von Medien, Moderation, Brainstorming.

Unterrichtseinheiten

Die Berufsausbildung zum Sozial- und Berufspädagogen umfasst 304 Unterrichtseinheiten auf 38 Kurstage und gliedert sich in die einzelnen Teilmodule.

Der Lehrgang wird berufsbegleitend an Wochenenden durchgeführt. Die Kurszeiten sind hier Samstag und Sonntag (14tägig) von 10.00-17.15 Uhr. Die detaillierte Stundeneinteilung ersehen Sie beim jeweiligen Starttermin.

Voraussetzungen

Mindestalter 18 Jahre, ärztliches Gesundheitszeugnis über die physische und psychische Gesundheit (nicht älter als 3.Mon.), Pädagogische oder soziale Berufsausbildung bzw. Berufserfahrung von Vorteil, bei Fehlen der Vorkenntnisse bedarf es eines persönlichen Gespräches vorab

Abschluss

Nach Beendigung des Lehrganges zum Sozial- und Berufspädagogen stellen Sie beim Abschlussmodul Ihre Diplomarbeit im Ausmaß von etwa 25 Seiten vor. Das Thema kann frei gewählt werden, sollte allerdings in Zusammenhang mit den erbrachten Inhalten stehen. Die detaillierten Informationen zu dieser Diplomarbeitserstellung werden am 1. Kurstag bekannt gegeben.
Am Prüfungstag wird diese Diplomarbeit dann präsentiert und in der Folge Fragen zu dem gewählten Thema, bzw. zu den entsprechenden, verwandten Einzelmodulen gestellt.
Die Benotung erfolgt dann aufgrund der erbrachten Leistungen der beiden oben angeführten Bereiche.

Arbeitsmöglichkeiten

Als Sozial- und Berufspädagoge ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Beratung, Rehabilitation, Behindertenarbeit, Prävention, Schulung und Projektarbeit im Non-Profit- sowie Profit-Bereich. Weiters arbeiten ausgebildete Sozial- und Berufspädagogen und –Pädagoginnen auch noch im Bereich des Sozialmanagement, Personalentwicklung, Coaching, im Bereich der Bildungsberatung, Sozial- und Gruppenpädagogik, in der Beratung besonderer Problemgruppen, in der beruflichen Rehabilitation, in der aktiven Arbeitsmarktpolitik, in Arbeitsstiftungen, Beschäftigungsprojekten, Outplacement, Projekte u.ä..

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